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31.07.2010 01:22:20
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Bordeaux Die Spitzen der 80er Jahre im Test. Von Mitte der 80er bis zur Mitte der 90er Jahre erlebte der Markt für rote Bordeaux- gewächse einen beispiellosen Preis- anstieg. Heute fragen sich Sammler und Wein- investoren, die sich reichlich mit den Ersten Gewächsen der Spitzenjahrgänge wie 1982, 1986, 1989 oder 1990 eingedeckt haben, was sie mit ihren Kellerschätzen heute oder morgen machen sollen: Trinken? Verkaufen? Oder doch besser warten und zukaufen? Zwei Blindverkostungen, organisiert von Raritätensammler Hardy Rodenstock Ende vergangenen Jahres in Hamburg (Le Canard) und jetzt Anfang April in München (Königshof), machten deutlich: der legendäre 82er Jahrgang in Bordeaux wird nicht in allen Fällen seinem „Ruf wie Donnerhall“ gerecht. Das Qualitätsgefälle ist doch recht krass. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse dieser in jeder Hinsicht – Marktpreis und Reputation der Weine sowie Sachverstand der Verkoster - auf höchster Ebene angesiedelten Proben: der Jahrgang 1989 ist mit Ausnahme des Haut Brion, der en primeur ca. 90 Mark kostete und seither innerhalb von 82 Monaten um 600 bis 800 Prozent gestiegen ist, offensichtlich stark unterbewertet und er ist wesentlich homogener in seinem Qualitätsniveau. Weine wie der 89er Mouton oder der 89er L`Eglise- Clinet, der als einer von zwei Piraten in der Probe stand, haben noch reichlich Phantasie. Das sind absolute bluechips unter den Trinkaktien. Ganz anders der zweite Pirat, der 82er Le Pin. Für diesen Kultwein kam das Ergebnis der Probe einer öffentlichen Hinrichtung gleich. Mit 89 Punkten war er das Schlusslicht. Angesichts des Preises von 14.000 Pfund ein geradezu irreales Preis-Genussverhältnis. Dieser Wein ist sicher einer der grossen Irrtümer Parkers genauso wie die Fehleinschätzung des 89er Mouton. Die Weine Verkostet wurden bei diesen Blindproben alle Premier Crus dieser Jahrgänge plus Cheval Blanc und Pétrus. Die beiden Piraten 1982 Le Pin und 1989 L`Eglise-Clinet wurden nur in München verkostet. Die Jury An der Münchner Verkostung nahmen führende Weinkritiker aus aller Welt teil u.a. Michel Bettane (Revue du vin de France), Peter Moser (Falstaff), August F. Winkler und Hanns O. Jannssen, James Suckling (Wine Spectator). Die Preise Die Entwicklung der Preise wurde von dem britischen Winebroker House Farr Vintners aus London ermittelt und bezieht sich auf die neto-Preise für die OHK (Orginal Holzkiste) am Platz London in britischen Pfund. Die Bewertungen Die Noten in den Jahrgangstabellen beziehen sich auf meine persönlichen Eindrücke bei der Münchner Probe. Sie wichen aber nur marginal - d.h. um max. ein bis zwei Punkte von der Hamburger Probe ab. So hatte ich in Hamburg beispielsweise den 86er und 89er Haut-Brion jeweils etwas höher benotet.
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DEUTSCHLAND
Oechsle-Rekorde
BORDEAUX
Die 80er Jahre

Mario Scheuermann:
"Es gibt mehr Menschen, die sich eine Flasche Mouton leisten können,
als das Château in der Lage ist zu produzieren." Zwölf Fragen an den Autor
des Buches "Die grossen Weine des Jahrhunderts"
Robert Parker jr.
:
"Meine Mutter ist eine gnadenlose Kritikerin." Das grosse Interview
mit dem amerikanischen Weinkritiker aus dem Jahr 1995.
Michael Broadbent:
"Der deutsche Wein braucht eine Klassifikation." Der Senior Director
des Londoner Auktionshauses Christie´s im Gespräch aus dem Jahr 1995.


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Datum der letzten Aktualisierung: 2006-11-01 |
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