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Wenn es am Donnerstag dieser Woche um Mitternacht wieder heisst “Le Beaujolais nouveau est arrivé“, dann werden wie jedes Jahr in einer logistischen Meisterleistung Hunderttausende von Kisten mit dem neuen Wein von Lyon aus in alle Welt verschickt worden sein. Die Freude der Winzer über diesen Erfolg ist in diesem Jahr allerdings begrenzt, denn sie erhalten für einen Hektoliter nochmals sechs Euro weniger als im Vorjahr. Weiterhin drückt die Überproduktion in Frankreichs Weinbergen auch hier schmerzlich auf die Preise.
Dennoch üben sich die e Weinbauern der Region von Villefranche in Zweckoptimismus und schwelgen von dem diesjährigen „neuen Wein“, der fruchtig, sehr frisch und mit natürlicher Eleganz daherkomme. Grosse Hitze im Juli und ein überwiegend warmer und sonniger September haben sehr gut ausgereifte Trauben hervorgebracht. Die Weinlese begann in diesem Jahr am 5. September unter idealen Bedingungen.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 383.000 Hektoliter oder 51 Millionen Flaschen Beaujolais Nouveau vermarktet. Das entspricht etwa einem Drittel der gesamten Weinproduktion im Beaujolais. Damit lag die Produktion um einiges niedriger als in den Jahren davor als 440 Millionen Hektoliter oder 59 Millionen Flaschen (2004) bzw. 420 Millionen Hektoliter oder 56 Millionen Flaschen (2003) zur Verfügung standen.
Rund 25 Millionen Flaschen oder etwa 187 000 Hektoliter des Jahrgangs 2005 wurden in mehr als 150 Länder exportiert . Nahezu die Hälfte davon (11,7 Mio Flaschen) ging nach Japan, wo der Beaujolais nouveau besonders beliebt ist. Deutschland belegte im Exportranking mit 3,3 Millionen Flaschen Platz zwei vor den USA mit drei Millionen Flaschen Den Verkauf im eigenen Land mitgerechnet flossen 60 Millionen Euro in die Kassen der Winzer und des Handels.
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