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Nach der erfolgreichen Vermarktung eines Weissburgunders, bringt der Discounter ALDI Süd in den kommenden Wochen einen Spätburgunder in seine Filialen, den der badische Winzerstar Fritz Keller aus Oberbergen im Kaiserstuhl eigens für das Unternehmen kreiert hat. Der „Baden Spätburgunder Edition Fritz Keller“ wird in den Filialen des Discounters aus Mülheim a. d. Ruhr zum Preis von 6,99 Euro verkauft. Die Anzahl der dafür gefüllten Flaschen wird mit 850.000 angegeben. Beim Weissburgunder lag die Menge mit 35.000 Flaschen noch deutlich niedriger.
Die Anzahl der beteiligten Winzer, die zu Beginn des Projekts bei 432 lag, ist inzwischen angestiegen. Mittlerweile halten sich mehr als 750 beteiligte Winzer an die von Keller vorgegebenen Standards: privilegiertes Pflanzmaterial, alte Rebstöcke mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren, Ertragsreduzierung und Handlese. Im kommenden Kahr wird es daher voraussichtlich möglich sein sowohl vom Weissburgunder als auch vom Spätburgunder dem Discounter eine Menge von jeweils ca. 1 Million Flaschen zu liefern. Möglicherweise wird es dann auch erstmals einzelne Testmärkte in grosstädtischen Filialen von bei ALDI Nord geben.
Fritz Keller bewertet dieses erfolgreiche Projekt, das bei seinem Start im Frühjahr 2007 einmalig im deutschen Lebensmitteleinzelhandel war, als eine große Chance für die Weinbauregion Baden bewertet, sich einem breiteren Konsumentenkreis mit qualitativ hochwertigen Weinen zu empfehlen. Darüber hinaus haben die Erfahrungen mit diesem Projekt bestätigt, dass es dadurch in der Tat möglich geworden ist, alte und große Weinberge, die einen höheren Aufwand erfordern, zu erhalten und so einen positiven Beitrag zum Landschaftsschutz und zur traditionellen Kulturlandschaft zu leisten. Auch sei es gelungen, die allgemeine Wertschöpfung zu verbessern, in dem die Winzer höhere Erlöse erzielen und nachhaltiger wirtschaften konnten.
„Ich freue mich riesig über diesen großartigen 2007er Spätburgunder, nicht nur aufgrund dieses überragenden Jahrgangs für Pinot Noir, sondern auch aufgrund des hohen Einsatzes meiner Winzerkollegen haben wir einen Spätburgunder nach alten, traditionellen Methoden vinifiziert, der nicht nur meine Erwartungen weit übertroffen hat,“ urteilt Fritz Keller über diesen Wein, für den das bauhaus-Archiv in Berlin, wie auch schon für den Weißburgunder, ein Motiv zur Gestaltung des Etiketts zur Verfügung gestellt hat. Es zeigt einen Ausschnitt aus dem Farbkreis von Ludwig Hirschfeld-Mack (1922/23).
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